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MonatsarchivApril 2013

60 Jahre SV Rinnetal Rottenbach e.V.

Vom 01. bis 04. Mai veranstaltet der Sportverein eine Festwoche anlässlich seines 60jährigen Bestehens. Den Anfang macht das traditionelle Fußballturnier der Alten Herren am 01. Mai. Am nächsten Tag, Donnerstag, 02. Mai, findet ab 17:00 Uhr ein Volleyballturnier in der Turnhalle statt. Mit einer Festveranstaltung ebenfalls in der Turnhalle wird am Freitag, 03. Mai, ab 19:00 Uhr dem Jubiläum Rechnung getragen. Gleich mehrere Veranstaltungen beenden am Samstag, 04. Mai, die Festwoche: von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr lädt die Abteilung Tischtennis zu einem Turnier ein, auf zwei Kegelbahnen gilt ab 13:00 Uhr das Motto „Alle Neune“ und ab 14:00 Uhr findet unter Leitung der Abteilung Tanz ein professioneller Tanz-Workshop statt bevor der Tag vom AH-Spiel SV Rinnetal gegen SV Thuringia Königsee abgerundet wird (Anstoss 16:00 Uhr).

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Weltweites Wüstenwachstum

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(Beitrag aus: Deutschlandfunk)

Weltweites Wüstenwachstum

Staatengemeinschaft berät über gemeinsames Gegensteuern

Von Britta Fecke

Das weltweit verfügbare Ackerland hat sich in den vergangenen Jahren durch Erosion, Versalzung und Bebauung mehr als halbiert. In vielen Ländern breiten sich Wüsten aus. Eine UN-Konferenz in Bonn befasst sich mit möglichen Gegenmaßnahmen.

Allein in Europa wird jährlich eine Fläche so groß wie Berlin versiegelt. Finnlands frühere Präsidentin Tarja Halonen mahnt deshalb gleich zu Beginn der Konferenz zu einem schnellen Umdenken:

„Den Boden, den wir brauchen, um Nahrung zu produzieren, wird weniger und weniger, auch deshalb ist der bewusste und nachhaltige Umgang mit der Ressource Boden, das nachhaltige Landmanagement und die Landwirtschaft so wichtig, auch um eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren.“

Dabei denkt Tarja Halonen nicht nur an die Bevölkerung in den Entwicklungs- und Schwellenländern. In Deutschland, einem Land mit schrumpfender Bevölkerung werden, täglich rund 70 Hektar Böden versiegelt und bebaut. Und das, obwohl die Städte immer leerer werden.

Der Boden ist aber nicht nur die Grundlage unserer Nahrungsmittelproduktion, er ist auch die Basis vieler ökologisch wertvoller Lebensräume wie Auenwälder. Nur wenn der Boden noch intakt ist, kann er die Überschwemmungen kompensieren und schützt so auch die Städte vor Überflutungen. Die finnische Politikerin ist direkt aus ihrer Heimat nach Bonn geflogen, sie sorgt sich aktuell auch über zu viel Wasser, allerdings in seiner gefrorenen Form:

„Nun kommt schon wieder Schnee, was wirklich ungewöhnlich ist. Der Klimawandel zeigt sich deutlich mit all seinen Wetterextremen, das ist wirklich ungewöhnlich.“

Und damit zeigt Halonen zwei Bereiche auf, die in unmittelbarerem Zusammenhang stehen. Zum einen degenerieren Böden, die unter den Wetterextremen wie starken Niederschlägen und Dürren erodiert sind, gehäufter Starkregen und verlängerte Trockenperioden sind auch die Folgen des Klimawandels. Zum anderen spielen Böden selbst eine wichtige Rolle im Klimahaushalt der Atmosphäre: Weltweit speichert die oberste Erdkruste, der Boden, 4000 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Das ist noch zehnmal mehr, als die Wälder an Kohlenstoff binden. Wobei die Böden ja auch wieder die Grundlage für diese Wälder bilden.

Betroffen von Abholzung und Erosion sind meist die armen und bevölkerungsreichen Länder. Aber dort gibt es inzwischen auch positive Entwicklungen: Luc Gnadcadja, Exekutivsekretär des Sekretariats der Konvention der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung, kurz UNCCD:

„In Niger gibt es eine Bewegung von Farmern und Umweltschützern, und die haben es gemeinsam geschafft, fünf Millionen Hektar Land zu regenerieren. Sie haben unter anderem Bäume gepflanzt. Daraufhin ist der Grundwasserspiegel wieder gestiegen, und nun müssen die Menschen in der Gegend auch nicht mehr einen Tagesmarsch auf sich nehmen, um an frisches Wasser zu kommen.“

Auf dem Umweltgipfel von Rio 1992 wurde eine Reihe von Abkommen verabschiedet, zum Klimaschutz, zum Erhalt der biologischen Vielfalt und eben zur Bekämpfung der Wüstenbildung. Besonders in Asien und Afrika sind riesige Flächen von der Bodenzerstörung betroffen. Überweidung und Abholzung lassen den Boden nackt zurück. Wind und Regen tragen die Humusschicht fort, die Wüste kommt. Allein in Afrika sind 46 Prozent der Landflächen von der Wüstenbildung betroffen. Um dem Sand etwas entgegenzusetzen, hilft laut Halonen nur eines.

„Erziehung ist der Schlüssel zum Erfolg, Erziehung und noch mal Erziehung … Und es ist ein Teufelskreis, in den Entwicklungsländern müssen besonders die Mädchen immer weiter laufen, um Wasser zu holen, also haben sie keine Zeit mehr, um die Schule zu besuchen.“

Beitrag als PDF:

Weltweites Wüstenwachstum – Staatengemeinschaft berät über gemeinsames _ Umwelt und Verbraucher _ Deutschlandfunk

Zusammenwirken der Stoffwechselvorgänge

1. Zusammenhänge zwischen Assimilation und Dissimilation

Assimilation und Dissimilation sind bei autotrophen und heterotrophen Organismen miteinander verknüpft und greifen ineinander über. Beim Wachstum überwiegt die Assimilation, beim Altern die Dissimilation. Bei autotrophen Pflanzen (chlorophyllhaltig) überdecken bei Lichteinwirkung assimilatorische Vorgänge die dissimilatorischen. Das Leben als biologische Bewegungsform der Materie beruht auf dem Grundwiderspruch dieser gegensätzlichen und sich bedingenden Stoffwechselprozesse:

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2. Zusammenhänge im Grundstoffwechsel:

Durch Zwischenprodukte der Fotosynthese und der Atmung ist der Kohlenhydratstoffwechsel mit der Synthese und dem Abbau von Fetten und Eiweißen verbunden:

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Regulation der Genaktivität

(aus: Allgemeine Genetik, Werner Gottschalk, 1989)

Text als PDF

Höhere Organismen besitzen in jeder ihrer Zellen Zehntausende von Genen, die für verschiedene Funktionen verantwortlich sind und zu verschiedenen Zeitpunkten der Ontogenese über ihre Enzyme in den Stoffwechsel eingreifen. Gene für die Kontrolle der Meiosis können nicht in Keimpflanzen wirksam werden; Gene, die das Mengenverhältnis von Chlorophyll a : b kontrollieren, können ihre Wirkung nicht im Wurzelsystem entfalten. Die DNA-Menge einer menschlichen Zelle reicht für die Synthese einiger Millionen von Proteinen aus. Wenn alle Gene während aller Stadien der Ontogenese gleichzeitig aktiv wären, würde der gesamte Zellstoffwechsel zusammenbrechen. Eine geregelte Entwicklung, eine Differenzierung von Zelltypen und Organen, kann nur stattfinden, wenn die in allen Zellen gleichartig vorhandene genetische Information in einer streng geordneten Weise Verwendung findet. Es kann in bestimmten Entwicklungsphasen des Organismus stets nur ein kleiner Teil aller Gene aktiv sein, während die Mehrzahl in inaktiver Form vorliegt. Dies gilt nicht nur für Eukaryoten, sondern auch für Prokaryoten. Auch die mehr als 3000 Gene des Genoms von E. coli sind nicht gleichzeitig aktiv. Die Zelle muss folglich ein Steuerungssystem besitzen, das für die Aktivierung bzw. Inaktivierung der Gene sorgt.

Aus methodischen Gründen ist das Problem der Regulierung der Gen-aktivität bevorzugt an Mikro-organismen, vornehmlich am Bakterium E. coli, bearbeitet worden. Die hierbei gewonnenen Einsichten sind am Pilz Aspergillus nidulans bestätigt worden. Bei höheren Pflanzen und Tieren liegen auf diesem Sektor nur wenige Befunde vor.

Regulationsvorgänge bei Prokaryoten

Wir haben bisher stets vom Gen allgemein gesprochen und haben hierunter ein Element des Genoms verstanden, das für die Realisierung eines Merkmals im weitesten Sinne dieses Begriffs verantwortlich ist. Wenn wir die Regulation der Genaktivität diskutieren wollen, können wir den Genbegriff nicht mehr in dieser allgemeingültigen Breite verwenden. Wir müssen vielmehr zwischen verschiedenen Gruppen von Genen unterscheiden, die während der ontogenetischen Entwicklung des Organismus prinzipiell unterschiedliche Funktionen haben. Diese Unterschiede beziehen sich nicht auf die Ausprägung verschiedener Merkmale, sondern auf die Genfunktion an sich. Das von JACOB u. MONOD (Francois Jacob, Jacques Monod; Nobelpreis 1965) zu Beginn der 60er Jahre entwickelte Modell erklärt zelluläre Regulationsvorgänge auf der Ebene der Transkription (Abb.).

operon_modell_genregulation(F. Neubeck, 2002)

Hierbei unterscheidet man zwischen Struktur- und Regulator-Genen. Die Struktur-Gene sind für die Synthese spezifischer Polypeptide verantwortlich, die die vielfältigen Biosynthesen in der Zelle als Enzyme katalysieren. Ihr Wirkungsmechanismus ist bei der Besprechung von Transkription und Translation abgeleitet worden … .
Bei den Bakterien und Viren liegen die für eine Biosynthese notwendigen Struktur-Gene als Cluster zusammen, das als Operon bezeichnet wird. Es stellt eine Transkriptionseinheit dar: Alle Gene des Operons werden gemeinsam transkribiert und anschließend translatiert. Bei Salmonella sind z. B. 9 Nachbargene für die Synthese der Aminosäure Histidin verantwortlich. Ähnliche Verhältnisse liegen bei den Gengruppen vor, die die Threonin- und Isoleucin-Synthese dieses Bakteriums steuern. Zum Operon gehören noch zwei Komponenten mit regulatorischer Funktion, der Operator und der Promoter. Der Promoter ist derjenige DNA-Abschnitt, der von der RNA-Polymerase als spezifische Binde- und StartsteIle für die Transkription der Struktur-Gene erkannt wird und am Anfang des Operons sitzt. Neben ihm liegt der Operator.

Die Aktivität der Operons wird von den Regulator-Genen kontrolliert. In räumlicher Beziehung gehören sie nicht zu den Operons, für deren Regulation sie verantwortlich sind. Sie erzeugen bestimmte Proteine, sogenannte Repressoren, die bei der Regulation der Genaktivität eine Schlüsselstellung einnehmen. Sie lagern sich an den Operator an und verhindern dadurch die Anheftung der RNA-Polymerase an den Promoter. Dadurch wird die Transkription der Struktur-Gene blockiert, und das Operon kann nicht arbeiten. Die Inaktivierung kann dadurch aufgehoben werden, dass der Repressor seinerseits inaktiviert wird. Verantwortlich hierfür sind Induktor-Moleküle. Dies sind Proteine, die die sterische Konfiguration des Repressors verändern. Als Folge hiervon passt er nicht mehr auf den Operator und löst sich von ihm ab. Dadurch wird die Hemmung des Operators aufgehoben:
Das Operon kann aktiv werden und seine Proteine synthetisieren. Die Regulator-Gene sind also in der Lage, den Wirkungsmechanismus der Struktur-Gene in Gang zu setzen oder zu blockieren.

Regulationsvorgänge bei Eukaryoten

Nach der Publizierung des an Bakterien erarbeiteten Jacob-Monod- schen Modells der Genregulation war man zunächst der Meinung, man könne dieses Modell auf breiter Basis auf die Eukaryoten übertragen. Dies scheint jedoch nicht der Fall zu sein. Die Eukaryoten-Zelle ist wesentlich komplizierter organisiert als die Prokaryoten-Zelle. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf ihre innere Organi-sation, wobei die Kompartimentierung von erheblicher Bedeutung sein dürfte, sondern es gilt darüber hinaus auch für verschiedene Differenzierungsformen von Zellen in Organen unter-schiedlicher Funktion. Sie besitzen gegenüber der Prokaryoten-Zelle die 1.000-10.000fache DNA-Menge und erfordern offenbar auch andere Regulationsmechanismen. Für Zellen
unterschiedlicher Funktion sind unter-schiedliche Muster von aktiven und inaktiven Genen anzunehmen. Die bei den Prokaryoten weit verbreiteten Operons sind schon in den Genomen niederer Eukaryoten offenbar nicht oder nur in sehr geringem Maße vorhanden. Für die Hefe ist ein Operon bekannt, das die Gene für den Abbau der Galactose enthält. Bei den Pilzen liegen Gene verwandter Funktion i.a. nicht als Cluster beieinander, sie sind vielmehr über das ganze Genom verstreut. Einige Ausnahmen hiervon sind bei Neurospora bekannt. Wegen der hohen Genzahl muss jedoch angenommen werden, dass nicht jedes Gen einzeln gesteuert werden kann, sondern dass auch hier ganze Gen-gruppen gleichzeitig an- oder abgeschaltet werden. Insgesamt liegen über diese Vorgänge jedoch erst wenige Befunde vor.

(aus: Allgemeine Genetik, Werner Gottschalk, 1989)